„Vielleicht brauche ich gerade dein Wort“

Was passiert, wenn eine Klasse schon im dritten Jahr des INNERversum-Unterrichts ist? Sie überraschen. In St. Georgen ging es eigentlich darum, ein ganz persönliches Kraft-Wort für das neue Schuljahr zu finden. Doch die Jugendlichen hatten eine andere Idee.

Es war das erste Treffen nach der Sommerpause mit den 17 Jugendlichen. Sie sind quasi schon „alte Hasen“, die Begleitung läuft bereits im dritten Jahr. Das Ziel zum Kick-off war klar: Finde dein Power-Wort für dieses Schuljahr.

Eine angeleitete Meditation half dabei, das Wort nicht mit dem Kopf zu suchen, sondern es aus dem Bauch oder dem Herzen auftauchen zu lassen. Danach ging es direkt ins Handeln – ganz im Sinne der IDGs (Inner Development Goals). In 20 Minuten entstanden 17 einzigartige Power Cards, verziert mit Sprüchen, Stickern und ganz viel Kreativität.

Wohin mit der Kraft?
Als die Karten fertig waren, wurden gemeinsam Ideen gesammelt: Wo wirken diese Kraftspender am besten? Die Antworten waren klassisch und gut: „Bei der Schularbeit auf den Tisch legen“ oder „Zuhause an die Magnetwand pinnen“. Der Plan war eigentlich, dass die Karten als individuelle Anker dienen. Doch dann passierte etwas Besonderes.

Zwei, drei Jugendliche meldeten sich fast gleichzeitig mit einem Einwand: „Nein, wieso soll das jeder für sich haben? Wieso hängen wir sie nicht alle in der Klasse auf?“ Und die Begründung dazu: „Vielleicht hilft mir ja eine Power Card von jemand anderem. Weil ich vielleicht gerade genau das brauche, was auf dieser Karte draufsteht.“

Statt aus „Meins“ wurde es zu „Unsers“. Anschließend wurden die Karten gemeinsam aufgehängt, voller Stolz betrachtet und wirken jetzt als sichtbares Zeichen im Klassenzimmer.