Gefühlsprofis: Wie Innenwelt-Arbeit in der Schule Früchte trägt

Im April war das INNERversum im Rahmen der ganzheitlichen Jahresbegleitung an der Volksschule Unterweitersdorf. Thema des Tages: die „Echt starken Gefühlsdetektive“.

Der Tag startete mit einer Handmeditation. Eine Schülerin, Mona, erzählte direkt zu Beginn: „Die Übung kenne ich aus der zweiten Klasse, die mache ich seit zwei Jahren immer dann, wenn ich aufgeregt bin. Das ist meine Lieblingsübung.“ Genau das zeigt, worum es bei der kontinuierlichen Begleitung geht: Werkzeuge zu vermitteln, die im Alltag der Kinder ankommen und dort bleiben.

Vom Grundwissen zur emotionalen Kompetenz

Dass die Klasse mittlerweile zu wahren „Gefühlsprofis“ herangewachsen ist, bewies die kurze Reflexion des vorangegangenen Moduls. Die fünf Grundemotionen (Freude, Wut, Angst, Trauer, Ekel) sitzen aus dem Effeff. Die Kinder können präzise benennen, was bei welchem Gefühl im Körper passiert und wie es sich anfühlt.

Auf diesem stabilen Fundament baute das aktuelle Modul auf. Als Gefühlsdetektive ging es im nächsten Schritt darum, Emotionen nicht nur bei sich selbst wahrzunehmen, sondern sie auch beim Gegenüber zu lesen und zu verstehen.

Rollenspiele: Empathie und Reflexion auf beiden Seiten

Mithilfe von Rollenspielen tauchten die Schüler:innen tief in zwischenmenschliche Dynamiken ein. Die Faszination lag in der tiefen Reflexion der Kinder: Sie konnten wunderbar in Worte fassen, wie es sich anfühlt, getröstet zu werden oder im Gegensatz dazu keine Unterstützung zu erhalten. Auch die emotionalen Unterschiede zwischen dem Sagen der Wahrheit und dem Lügen wurden von beiden Seiten beleuchtet.

Ergänzt wurde der Vormittag durch den INNERversum-Gefühlsprofi-Check. Hierbei analysierten die Kinder verschiedene Alltagssituationen und wählten reflektiert Handlungsoptionen aus.

Fazit: Emotionale Bildung ist ein Prozess Die Arbeit in Unterweitersdorf zeigt: Wenn emotionale Bildung kontinuierlich und über Jahre hinweg Raum im Schulalltag bekommt, wächst die emotionale Intelligenz der Kinder ganz natürlich. Sie lernen sich selbst besser kennen, entwickeln tiefe Empathie für ihr Umfeld und gehen gestärkt und resilient durch ihre Schulzeit.