Was passiert, wenn man 20 Jugendlichen den Raum schenkt, über das zu sprechen, was normalerweise keinen Platz hat? Der Start mit der Klasse 7KL im INNERversum war eine Punktlandung, die zeigt: Verbundenheit braucht oft nur den richtigen Anstoß.
Sofortige Resonanz
Schon beim Betreten des Raumes war die Energie der 7KL spürbar. Die Gruppe fand sich sofort ein und signalisierte Offenheit für den gemeinsamen Prozess. Um diesen Einstieg zu vertiefen, reichten zwei gezielte Impulse aus: „Was beschäftigt dich?“ und „Mich beschäftigt es, weil…“.
Post-its als Sprachrohr
Die Jugendlichen gingen kurz in sich, ließen die Fragen wirken und notierten ihre Gedanken anonym auf Post-its. Ohne den Druck, sofort vor der Gruppe sprechen zu müssen, wanderten die Notizen ans Flipchart. Diese Methode senkt die Hemmschwelle und macht Bedürfnisse sichtbar, die im Schulalltag oft verborgen bleiben.
Das Ergebnis war beeindruckend: Ein Thema bewegte fast die gesamte Klasse. Es entstand ein intensiver Austausch, der den hohen Bedarf an echtem Dialog verdeutlichte. Die Jugendlichen zeigten eine enorme Bereitschaft, sich aufeinander einzulassen und ihre Anliegen offen zu adressieren.
Vom Impuls zum Wirken
Die Begeisterung über diese schnelle Annäherung war auf beiden Seiten groß. Um dem Redebedarf gerecht zu werden, vereinbarten wir für den nächsten Termin einen „One-Hour-Talk“. Hier wird sich zeigen, welche Ideen die Schüler:innen bis dahin entwickeln und wie sie bereits ins Wirken gekommen sind.
Der Auftakt mit der 7KL beweist einmal mehr den Kern des INNERversums: Wir schaffen den Rahmen für das, was wirklich da ist. Ein wertschätzendes Miteinander gelingt dort, wo wir den Mut haben, die entscheidenden Fragen zu stellen und den Antworten geduldig zuzuhören.

